„Als Kreisvorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes begrüße ich es sehr, dass sich der Freistaat mit dem neuen ‚Konzept Katastrophenschutz Bayern 2025‘ auf künftige Herausforderungen vorbereitet“, sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Holger Dremel: „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Katastrophen ist eine der wichtigsten staatlichen Aufgaben. Gemeinsam mit den freiwilligen Hilfsorganisationen, darunter auch das Bayerische Rote Kreuz, haben wir deshalb ein hervorragendes Konzept mit 12 konkreten Empfehlungen zur Fortentwicklung des Katastrophenschutzes erarbeitet“.
12 Vorschläge zur Fortentwicklung des Katastrophenschutzes
Das neue Katastrophenschutzkonzept enthält 12 konkrete Vorschläge von organisatorischen Maßnahmen wie der Errichtung des Bayerischen Melde- und Lagezentrums Bevölkerungsschutz im Innenministerium, das bereits im Mai dieses Jahres seine Tätigkeit aufgenommen hat, bis hin zu einer verstärkten Digitalisierung im Katastrophenschutz, etwa bei der Lagedarstellung und Einsatzbewältigung.
Es sieht außerdem intensivere Maßnahmen vor, um die Bevölkerung besser aufzuklären und zu sensibilisieren. Die umfangreichen staatlichen Beschaffungen im Katastrophenschutz sollen künftig noch zielgerichteter erfolgen, indem regionale Gefahren berücksichtigt werden. Katastrophenschutzlager in jedem Regierungsbezirk dienen künftig dazu, dass Einsatzmittel überregional vorgehalten werden können.
1. ERRICHTUNG EINES BAYERISCHEN MELDE- UND LAGEZENTRUMS FÜR DEN BEVÖLKERUNGSSCHUTZ IM STMI (BAYMLZ)
2. VORTEILE DER DIGITALISIERUNG NUTZEN – DIGITALES LAGEBILD ETABLIEREN
3. FÜHRUNGSSTRUKTUREN IM KATASTROPHENSCHUTZ; PSNV
4. ORIENTIERUNG STAATLICHER BESCHAFFUNGEN AN REGIONALEN SCHUTZZIELEN (GEFÄHRDUNGSORIENTIERTE KATASTROPHEN-SCHUTZBEDARFSPLANUNG
5. EINRICHTUNG ÜBERÖRTLICHER KATASTROPHENSCHUTZLAGER
6. FÄHIGKEITS- UND RESSOURCENMANAGEMENT
7. STÄRKUNG DER ÜBERÖRTLICHEN HILFE – ETABLIERUNG AUTARKER EINHEITEN
8. STÄRKUNG DES EHRENAMTS IM KATASTROPHENSCHUTZ
9. STRUKTURIERTE EINBINDUNG VON SPONTANHELFERN SICHERSTELLEN
10. PERSONELLE STÄRKUNG DER KATASTROPHENSCHUTZBEHÖRDEN, ÜBUNGEN
Ehrenamt weiter stärken
„Ganz wichtig ist, dass das Konzept auch Personalfragen aufgreift, denn die Strukturen im Katastrophenschutz sind weit überwiegend ehrenamtlich geprägt“, betonte Holger Dremel: „Wir wollen damit das sicherheitsrelevante Ehrenamt weiter stärken. Denn Einsatzkräfte für den Katastrophenschutz zu gewinnen und langfristig zu binden, ist für eine zuverlässige Lagebewältigung im Ernstfall entscheidend."
Wichtig sei auch der Einsatz von Spontanhelfern, für die es möglichst einheitliche Lösungen und Vorbereitung braucht. Zur strukturierten Einbindung soll eine Online-Plattform eingerichtet werden. Darüber hinaus sieht das Konzept vor, die Katastrophenschutzbehörden auf allen Ebenen personell zu verstärken.
Das Katastrophenschutzkonzept findet sich auf: https://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/sus/katastrophenschutz/kschutz_konzept_a4_web.pdf